Banz & Bowinkel, Mercury, Virtual Reality experience, 2017

Banz & Bowinkel, Substance 01, 2017, CGI Fine Art Print, 200 x 150 cm

Banz & Bowinkel, Substance 02, 2017, CGI Fine Art Print, 140 x 105 cm

Banz & Bowinkel, Fluid 06_01, 2013, Fine Art Print, 140 x 105 cm

Banz & Bowinkel, Bodypainting 01_04, 2013, Fine Art Print, 140 x 105 cm

Banz & Bowinkel, Monitor_IX, 2012, Fine Art Print, 39 x 52 cm

Banz & Bowinkel, Monitor_VI, 2012, Fine Art Print, 39 x 52 cm

Banz & Bowinkel, Mercury, Virtual Reality experience, 2017

Banz & Bowinkel, Mercury, Virtual Reality experience, 2017

Banz & Bowinkel, Mercury, Virtual Reality experience, 2017

Banz & Bowinkel - SUBSTANCE

Preview: 17. Juni 2017, 19 - 21 Uhr

Ausstellung: 19. Juni - 29. Juli 2017

 

Wir leben heute in einem Zeitalter der „Simulation“. So schreibt es der französische Soziologe Jean Baudrillard. Laut ihm definiert sich die Simulation als das Zusammenfallen des Scheins mit der Realität. Damit verschwimmen die Grenzen zwischen Fiktion und Realität und es entsteht der Hyperrealismus. In dieser Welt unterscheidet der Mensch nicht länger zwischen seiner realen Welt oder jener künstlich erschaffenen. Was Baudrillard 1981 in seiner Schrift „Simulacres et Simulation“ als nahezu apokalyptischen Kommentar verfasste, scheint heute real zu sein.

Die digitale Revolution hat die Wahrnehmung menschlichen Lebens massiv beeinflusst. Angefangen hat es mit dem Computer, der mittlerweile aus dem gesellschaftlichen Leben des Menschen nicht mehr wegzudenken ist. So hat die digitale Entwicklung die Gesellschaft in den letzten 70 Jahren, seitdem Konrad Zuse den ersten Computer erfand, so schnell überholt das kaum noch Zeit bleibt, den dominanten Einschlag auf den gesellschaftlichen Alltag zu überdenken.

Das Düsseldorfer Künstlerduo beschäftigt sich in Ihrem Werk mit dem Computer als Alltagsmedium und seinem Einfluss auf den Menschen. Der Fokus liegt hierbei auf der Wahrnehmung der Welt, die der Mensch als Realität begreift und die nun mithilfe des Computers simulierbar wird.

Die Einzelausstellung Substance zeigt Simulationen materieller Dinge aus unserer erfahrbaren Umwelt wie Flüssigkeiten, Oberflächen, Materialien und Texturen, ja sogar ganze Welten lassen sich am Computer nachstellen, wie es die 3D Print Serie "Bodypaintings" (2014- 2016) und "Fluids" (2013) sowie die Virtual Reality-Installation "Mercury" (2017) zeigt. 

Mit Ihrer Arbeit stellen Banz & Bowinkel den Begriff der simulierten Realität und damit gleichlautend die menschliche Wahrnehmung der Welt im virtuellen Raum in Frage. Was die als real verstandene Welt für die Menschen bedeutet und welche Entwicklung die virtuelle Kunst einschlagen wird, soll vom Begleitprogramm der DAM GALLERY diskutiert werden.

Die mehrmals mit Preisen ausgezeichneten Werke von Giulia Bowinkel und Friedemann Banz sind unter anderem am NRW Forum Düsseldorf, dem Haus der elektronischen Künste in Basel sowie der Kunsthalle Düsseldorf und Charlottenburg in Kopenhagen ausgestellt worden. Die DAM GALLERY widmet dem Künstlerpaar erstmals eine Einzelausstellung.

 

Begleitprogramm

DAM MEET-UP mit Banz & Bowinkel, 16. Juni, 16 – 18 Uhr
Journalisten und Blogger sind eingeladen Zeit mit dem Künstler-Duo zu verbringen. Teil des Programms neben dem Netzwerken ist eine Einführung in die Ausstellung.

Artist Talk: Was hast du eigentlich vor Dave? - Ausbreitung der Technik auf die Lebensbereiche des Menschen oder die Unfehlbarkeit des Computers?, 28. Juni 2017, 19 – 21 Uhr
Gespräch zwischen dem Künstlerduo Banz & Bowinkel, Dr. Ursula Ströbele (Universität der Künste) und DAM GALLERY Direktor Wolf Lieser.