Carla Gannis – Einzelausstellung

"Until the End of the World"

 

Preview: 11. November 2017, 19 - 21 Uhr

Ausstellung: 15. November - 20. Dezember 2017

Carla Gannis begann in den frühen 1990er Jahren neben der Malerei, verstärkt neue Aspekte in Form von Digitaldruck und Multimedia in Ihre Werke mit einzubeziehen.
Seither stellt sie die Wechselbeziehung virtueller und realer Selbstentwürfe, unsere hybride Naturen in Frage,
und spielt mit den verschiedenen Erzählweisen der Repräsentationstechnologie<wbr />n des 21. Jahrhunderts.
Das Paraphrasieren von Meisterwerken wie Courbets „Ursprung der Welt“ verleiht ihrem Schaffen nicht nur Historizität, sondern fordert damit auch immer wieder aufs Neue unser kollektives Bewusstsein in Fragen der Weiblichkeit, Identität und Ästhetik. 


"The Selfie-Drawings" ist eine Sammlung von 52 digitalen Zeichnungen, an der die Künstlerin mehr als 52 Wochen arbeitete. Von Januar bis Dezember 2015 setzte sie sich intensiv mit diesem „Selbst“ durch digitale oder analoge Zeichnungen auseinander. Die, paradoxerweise, „gezeichneten Selfies“ wurden nach ihrer Entstehung auch Gegenstand des Projektes „A Subject Self-Defiend“, und anschließend durch aufwendige computergestützte Augmented Reality Anwendungen erweitert und komplettiert.

Dabei handelt es sich nicht nur um Abbildungen ihres Gesichtes, auch die üblicherweise nicht abgebildeten technischen Hilfsmittel werden gezeigt. Da man davon ausgehen kann, dass einem jeden Betrachter die technokulturellen Bedingungen rund um das Selfie bewusst sind, handelt es sich hierbei um ein bewusstes Spiel zwischen Porträtist, Portrait und der Kamera. Daher macht die Erweiterung um noch eine Ebene Sinn: Carla Gannis veröffentlichte ihre Selfie-Drawings auch in Buchform. Mit der Blippar App können die Leser über die statischen Zeichnungen schweben und eine neue dynamische Erfahrung findet dann auf dem Bildschirm ihres Telefons statt.



Begleitprogramm

Gespräch mit der Künstlerin: 20 Uhr, Samstag 11. November 2017